Einweihung des neuen Gerätehauses am 03. Oktober 2004

 
Ein besonderer Tag war der Tag der Deutschen Einheit nicht nur für die Feuerwehr Pfatter, sondern für die ganze Gemeinde. Das neue Feuerwehrgerätehaus an der Römerstraße wurde seiner Bestimmung übergeben. Nach dem Festgottesdienst mit allen Vereinen der Großgemeinde und zahlreichen Ehrengästen weihte Pfarrer Krämer das neue Spritzenhaus. Festreden und Ehrungen schlossen sich an, ab Mittag wurde gemeinsam bei Blasmusik im Festzelt gefeiert.
Am Sonntagmorgen trafen sich alle Vereine der Großgemeinde Pfatter und die Ehrengäste am Festzelt, um gemeinsam mit der Blaskapelle Pfatter und den Laabertaler Musikanten zur Pfarrkirche zu marschieren.
Pfarrer Gustav Krämer, im Altarraum imposant umrahmt von den prächtigen Vereinsfahnen, brachte es schon zum Anfang des Gottesdienstes auf den Punkt. Dieser 3. Oktober sei in dreifacher Hinsicht ein Tag des Dankes. Dank für die Einheit Deutschlands, Dank für die reiche Ernte des Jahres und Dank für das neue Feuerwehrgerätehaus in Pfatter. Die Solidarität sämtlicher Vereine sei durch die Präsenz mit den Fahnen offenkundig.
Nach dem Festgottesdienst, der in beeindruckender Weise von dem Männergesangsverein Pfatter musikalisch umrahmt und durch den Feuerwehrkameraden Christoph Ebner mit der Lesung und den passenden Fürbitten mitgestaltet wurde, marschierte der Festzug Richtung Gerätehaus. Dort gab Pfarrer Krämer nicht nur dem neuen Gerätehaus und dem schönen Holz-Kreuz, gespendet von Feuerwehrkassier Johann Scheibenpflug, den kirchlichen Segen. Ebenso geweiht wurde ein fast ein Meter großer handgeschnitzter heiliger Florian, den Vorsitzender Franz Binder und die Festmutter von 2002, Isabella Binder, für das neue Feuerwehrhaus gestiftet hatten. Nach dem Willen der Sponsoren soll diese Heiligenfigur alljährlich von Feuerwehrkameraden bei der Fronleichnamsprozession mitgetragen werden.

Rückblick auf die Baumaßnahme

Bürgermeister Josef Heuschneider gab in seiner Festansprache einen kurzen Rückblick über den Gerätehausbau. Von der Antragstellung durch die FFW Pfatter, über die Planungen, die Ausschreibungen, Gemeinderatsbeschlüsse, die Bauausführung und die maßgeblich beteiligten Personen. Sein besonderer Dank galt in erster Linie den Fachprojektanten sowie dem Planer und Bauleiter Georg Schmid mit seiner ganzen Familie, dem er mit einem Präsent und einem Blumenstrauß sehr herzlich dankte. Einen weiteren Blumenstrauß gab es auch für Brigitte Weis von der Gemeindeverwaltung, die während der „heißen Bauphase" vom Bauleiter zeitweise ganz schön auf Trab gehalten worden war.
Für Landrat Herbert Mirbeth sind ein Feuerwehrhaus und gute Gerätschaften zwar enorm wichtig, doch noch wichtiger sind für den Landkreischef die Menschen, die bereit sind zum Dienst am Nächsten. Er dankte der Gemeinde Pfatter, die mit dem Neubau des Feuerwehrhauses einen großen Beitrag für die Sicherheit im Landkreis Regensburg geleistet habe.
Kreisbrandrat Waldemar Knott warnte in seinem Grußwort vor zu viel Sparsamkeit. Eine Feuerwehr müsse für die Zukunft gerüstet sein und könne nur effektiv helfen, wenn sie über die modernste Technik verfüge und das sei in Pfatter erkannt worden. Er dankte der Gemeinde und dem Freistaat für die finanziellen Anstrengungen sowie den Firmen und freiwilligen Helfern für die geleistete Arbeit. Dem Bürgermeister und seinem Gemeinderat sprach er die Hochachtung für die hervorragende Unterstützung aller vier Gemeindefeuerwehren aus. Eine Überraschung hatte KBR Knott zum Schluss seiner Ansprache noch für den Pfatterer Bürgermeister bereit. Für dessen besondere Verdienste um den Brand- und Feuerschutz überreichte er dem Gemeindeoberhaupt - obwohl dieser nach eigenen Worten nie Feuerwehruniformträger gewesen ist - die Bayerische Feuerwehrehrenmedaille.
Auch MdL Sylvia Stierstorfer dankte dem Bürgermeister, dem Bauleiter, den Feuerwehrverantwortlichen und Firmen für die hervorragende Arbeit und überbrachte die Glückwünsche von Innenminister Beckstein. Die Landtagsabgeordnete machte deutlich, dass dieses neue Gerätehaus nicht nur den aktiven Feuerwehrlern, sondern allen Mitbürgern gehöre und man in der ganzen Gemeinde stolz darauf sein könne.„Gott zu Ehr, dem Nächsten zur Wehr" sei für die Einsatzkräfte nicht nur ein Werbeslogan, sondern gelebte Freiwilligkeit. Viel Freizeit werde für den sozialen Dienst geopfert, und hier bei der Stützpunktwehr Pfatter verfüge man über optimal ausgebildete Feuerwehrmänner und -frauen. „Ihr Feuerwehrler seid eine verlässliche Stütze unseres Dorfes", so das Schlusswort von Sylvia Stierstorfer.
Bauleiter Schmid machte mit Zahlen die enorme Bauleistung deutlich. Insgesamt 37 Baugewerke, 410 Kubikmeter Beton, 36,5 Tonnen Stahl, 250 Kubikmeter Ziegeln, 810 Quadratmeter Fliesen und Leistungsverzeichnisse von teilweise 50 Seiten gaben einen Einblick in den Umfang dieser Baumaßnahme. Er dankte den Firmen für die durchwegs ordentliche Leistung. Dankbar müsse man am Schluss sein, dass dieses gemeindliche Großprojekt ohne Unfälle abgeschlossen werden konnte,
Es folgte, die symbolische Schlüsselübergabe an den Bauherrn. Heuschneider reichte den Schlüssel wiederum an den „Hausherrn", Kommandant Georg Koller, weiter. Dieser schloss sich in seiner Dankansprache den Vorrednern an. Zusammen mit Vorsitzendem Franz Binder ernannte er anschließend den Feuerwehrkameraden Georg Schmid zum Ehrenmitglied der FFW Pfatter und überreichte ihm als Anerkennung für seinen unermüdlichen Einsatz zum Wohl der Feuerwehr einen heiligen Florian. Auch der einsatzfreudige „Hausmeister" der Baustelle, Ehrenkommandant Anton Lugauer, wurde mit einem Präsent in Form eines einwöchigen Urlaubs im Feuerwehrheim Bayrisch-Gmain belohnt.

Einzelne Bauphasen aufgezeigt

Nach dem offiziellen Teil des Festaktes, zu dem wie auf Bestellung die Sonne durch die Nebeldecke brach, folgte ein gemeinsames Mittagessen im Festzelt, das Dank des Einsatzes zahlreicher freiwilliger Helfer bestens klappte. Regen Gebrauch machten die Besucher, die aufgrund des sonnigen Spätsommerwetters in Scharen anrückten, vom „Tag der offenen Tür" im neuen Gerätehaus. Eine Bildvorführung im Schulungsraum zeigte den Interessierten die einzelnen Bauphasen auf, und sämtliche Räumlichkeiten und Gerätschaften waren zur Besichtigung freigegeben. Bei einer Vorführung um 14 Uhr stellten die Feuerwehr-Einsatzkräfte ihre hervorragende Ausbildung und ihr Können unter Beweis. Mit Rettungsschere und Rettungsspreitzer wurde an einem altem BMW demonstriert, wie im Ernstfall eingeklemmte Personen aus einem Unfallauto geborgen werden können. Gefährliche, nicht zu unterschätzende Unfälle im Haushalt wurden mittels eines wassergelöschten Fettbrandes und der Explosion von Spraydosen simuliert.
Die Kinder kamen an diesem Sonntagnachmittag ebenfalls auf ihre Kosten. Fahrten mit dem Feuerwehrauto waren ebenso begehrt für die kostenlosen Runden mit der Kindereisenbahn. Ihr „Spritz- können" konnten die Nachwuchsfeuerwehrler beim Löschen eines kleinen Holzhäuschens unter Beweis stellen. Je gezielter der Wasserstrahl in die „züngelnden" Flammen gehalten wurde, umso schneller war der Brand gelöscht. Nach dem nicht nur das Essen, sondern auch die Getränke ausverkauft waren, klang diese dank der zahlreichen freiwilligen Helfer bestens gelungene Einweihungsfeier am frühen Abend aus.
 
     
   
Kirchenzug
Gottesdienst
Kirchenzug
Kirchenzug
Kirchenzug
Festverein
Gabentisch
Festverein
Grußwort Bürgermeister
Pfarrer Krämer
Segnung Kreuz und Florian
Segnung Gerätehaus
Segnung Gerätehaus
Grußwort Landrat
Grußwort Kreisbrandrat
KBR und BGM
Grußwort Planer Georg Schmid
Schlüsselübergabe
Vorführung THL
Vorführung Brand
Musikkapelle
   
     
     
 

Informationsbroschüre der Einweihung zum Download